Aderlaß, Baunscheidtieren, Blutegel, SchröpfenKlassische Ausleitungsverfahren gehören zu den ältesten traditionellen Behandlungsmethoden in der Naturheilkunde, bei denen u.a. Entgiftungsfunktionen von Leber, Galle, Lymphe und Bindegewebe angeregt werden. Bei Stauungen an bestimmten Körperregionen ist das Ziel, diese aufzulösen und Schlackenstoffe auszuleiten. In meiner Praxis biete ich folgende Verfahren an: Aderlaß nach Hildegard von Bingen ein tiefgreifendes Umstimmungsmittel bei chronischen Erkrankungen regt die Selbstheilungskräfte an wie kaum eine andere Methode, reinigt das Blut, erhöht seine Fließeigenschaft, normalisiert Stoffwechselstörungen. Dieser Aderlaß wird ausschließlich an den ersten 6 Tagen nach Vollmond durchgeführt. Ausnahmen für diese Behandlung bilden akute Infektionen, Blutarmut und allgemeine Schwäche. Besondere Einsatzgebiete in meiner Praxis sind:
Baunscheidtieren Ein Verfahren über Hautreize, das von Carl Baunscheidt Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Inspiriert wurde er durch Berichte über die Erfolge mit chinesischer Akupunktur und der persönlichen Erfahrung bei der Heilung seines Rheumas an Hand- und Fingergelenken durch mehrere Mückenstiche in das erkrankte Gewebe. Durch die Einstiche und das Mückensekret kam es zu einer Entzündungsreaktion mit nachfolgender Heilung. Sein Erfindergeist war geweckt und er konzipierte ein Nadelgerät, mit dem die Haut oberflächig leicht eingeritzt und anschließend mit einem speziellen Kräuteröl (einem künstlich erzeugten "Mückensekret") eingerieben wurde. Die Methode verbreitete sich seinerzeit sehr schnell über den ganzen Kontinent und wurde von den Leibärzten führender Dynastien sehr geschätzt. Ähnliche Geräte finden heute noch Anwendung. Das zu behandelnde Areal wird desinfiziert, mit dem Nadelgerät behandelt und anschließend mit Baunscheidt-Öl eingerieben. Nach einem kurzen, leichten Brennen stellt sich ein wohlig warmes Gefühl ein und die Schmerzen nehmen ab. Anwendung findet dieses Verfahren in meiner Praxis bei:
Blutegel Therapie
Für den medizinischen Einsatz werden heute Blutegel in Zuchtanlagen unter hohen Hygieneauflagen gehalten und kurz vor einer geplanten Behandlung dort bestellt. Mit zunehmender Tendenz ist die Blutegelbehandlung in den vergangen Jahren vor allem zur Schmerzbehandlung wieder populär geworden. Die besondere Zusammensetzung der Speichelflüssigkeit des Egels sorgt für den raschen Heileffekt. Eine Reihe von Enzymen gelangen während des Saugvorgangs wohldosiert in den Blutkreislauf und wirken wie Katalysatoren auf das gesamte Blut- und Lymphsystem. Dabei werden Stauungen, Verkrampfungen gelöst und Entzündungen abgebaut. In vielen Fällen führt die Behandlung nicht nur zur Schmerzlinderung sondern auch zu Schmerzfreiheit.
In den Stunden danach kommt es zu einer erwünschten Nachblutung. Je nach Vorerkrankung kommen 2 bis 6 Egel zum Einsatz. Der Vorgang dauert ca. 30 – 45 Minuten. Die häufigsten Anwendungsgebiete in meiner Praxis sind:
Schröpfen Bei dieser Therapieform werden Schröpfgläser auf die zu behandelnden Hautregionen gesetzt und durch Unterdruck festgesaugt. Durch die lokale Reizung werden Lymphstrom und Durchblutung stark angeregt, was eine intensive Ausleitung von Toxinen aus dem Bindegewebe bewirkt. Die dadurch verbesserte Versorgung, vor allem mit Sauerstoff, beseitigt Stauungszustände. Schmerzhafte Muskelverspannungen werden gelöst. Das trockene Schröpfen ist ebenfalls angezeigt bei vegetativer Verstimmung.
|